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Wie viel Miete kann ich mir leisten?

Aktualisiert am · Lesezeit ca. 3 Minuten

Du kannst dir eine Miete leisten, wenn die Warmmiete höchstens etwa 30 % deines Haushaltsnettoeinkommens beträgt. Bei 3.000 Euro netto sind das rund 900 Euro warm. Bis 40 % ist es noch machbar, aber eng. Wer mehr als die Hälfte seines Einkommens für die Miete ausgibt, gilt als finanziell überlastet.

Wie viel Prozent vom Gehalt sollte die Miete sein?

Die Warmmiete sollte nicht mehr als etwa 30 % deines Haushaltsnettoeinkommens betragen. In Großstädten liegen viele Haushalte darüber. Wichtig ist deshalb, dass du ehrlich durchrechnest, was nach der Miete für Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen und Rücklagen übrig bleibt.

Wie viel Einkommen brauche ich für eine Wohnung?

WarmmieteNetto bei 30 % (entspannt)Netto bei 40 % (Obergrenze)
600 €2.000 €1.500 €
900 €3.000 €2.250 €
1.200 €4.000 €3.000 €
1.500 €5.000 €3.750 €

Haushaltsnettoeinkommen pro Monat. Rechnung: Warmmiete ÷ 0,30 bzw. ÷ 0,40.

Was ist der Unterschied zwischen Kaltmiete und Warmmiete?

Die Kaltmiete ist die Miete für die Wohnung selbst, ohne Nebenkosten. Die Warmmiete enthält zusätzlich alle Betriebskosten einschließlich Heizung und Warmwasser.

BegriffWas enthalten istBeispiel 70 m²
Nettokaltmietenur die Miete für die Wohnung700 €
BruttokaltmieteKaltmiete plus kalte Betriebskosten wie Wasser, Müll, Grundsteuer795 €
WarmmieteBruttokaltmiete plus Heizung und Warmwasser887 €

Beispiel mit 10 €/m² Kaltmiete und den Durchschnittswerten des Betriebskostenspiegels (2,67 €/m², davon 1,32 €/m² Heizung und Warmwasser). Nicht enthalten: Haushaltsstrom, Internet, Rundfunkbeitrag.

Was ist die Dreifach-Regel beim Einkommen?

Viele Vermieter achten darauf, dass dein Nettoeinkommen mindestens dreimal so hoch ist wie die Kaltmiete. Bei 800 Euro Kaltmiete erwarten sie also etwa 2.400 Euro netto. Das ist keine gesetzliche Regel, aber gängige Praxis. Wird es knapp, kann eine Bürgschaft helfen.

Welche einmaligen Kosten kommen hinzu?

  • Kaution: höchstens drei Nettokaltmieten, zahlbar in drei Monatsraten. Mehr unter Mietkaution.
  • Umzug: Transporter oder Umzugsfirma, Renovierung der alten Wohnung
  • Einrichtung: Küche, Lampen, Gardinen, eventuell Ablöse für Einbauten

Habe ich Anspruch auf Wohngeld?

Ob du Anspruch auf Wohngeld hast, hängt von der Zahl der Haushaltsmitglieder, deinem Einkommen und der Höhe deiner Miete ab, außerdem von der Mietstufe deines Wohnorts. Einen ersten Überblick gibt der Wohngeldrechner des Bundesbauministeriums. Den Antrag stellst du bei der Wohngeldbehörde deiner Stadt oder Gemeinde. Für geförderte Wohnungen brauchst du außerdem einen Wohnberechtigungsschein (WBS).

Ist die Miete angemessen?

Ob eine Miete ortsüblich ist, zeigt der Mietspiegel deiner Stadt. In Gebieten mit Mietpreisbremse darf die Miete bei Neuvermietung grundsätzlich höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Mietpreisbremse gilt bis Ende 2029. Details und Ausnahmen erklären wir im Artikel Wie viel Miete darf ich verlangen?

Häufige Fragen

Wie viel Miete kann ich mir leisten?

Die Warmmiete sollte höchstens etwa 30 % deines Haushaltsnettoeinkommens betragen. Bei 3.000 Euro netto sind das rund 900 Euro.

Wie viel Prozent vom Gehalt sollte die Miete sein?

Etwa 30 % des Nettoeinkommens für die Warmmiete. Ab 40 % wird es knapp, ab 50 % gilt man als überlastet.

Was ist der Unterschied zwischen Kaltmiete und Warmmiete?

Die Kaltmiete ist die Miete ohne Nebenkosten. Die Warmmiete enthält zusätzlich alle Betriebskosten inklusive Heizung und Warmwasser.

Wie viel Einkommen brauche ich für 1.000 Euro Warmmiete?

Nach der 30-Prozent-Regel etwa 3.300 Euro netto, als Obergrenze bei 40 % etwa 2.500 Euro netto.

Was ist die Dreifach-Regel?

Viele Vermieter erwarten ein Nettoeinkommen von mindestens dem Dreifachen der Kaltmiete.

Habe ich Anspruch auf Wohngeld?

Das hängt von Haushaltsgröße, Einkommen, Miethöhe und Wohnort ab. Prüfe es mit dem Wohngeldrechner des Bundesbauministeriums und stelle den Antrag bei der Wohngeldbehörde.

Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Gesetze, Förderbedingungen und Zahlen können sich ändern.

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