Wie hoch darf die Mietkaution sein und wann bekomme ich sie zurück?
Die Mietkaution darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen, und du darfst sie in drei gleichen Monatsraten zahlen. Nach dem Auszug bekommst du sie zurück, sobald der Vermieter geprüft hat, ob er noch Ansprüche hat. Das dauert oft drei bis sechs Monate. Für eine noch ausstehende Nebenkostenabrechnung darf er einen angemessenen Teil länger einbehalten.
Wie hoch darf die Mietkaution sein?
Die Mietkaution darf höchstens das Dreifache der monatlichen Nettokaltmiete betragen (§ 551 BGB). Nebenkostenvorauszahlungen zählen nicht mit. Bei 700 Euro Kaltmiete sind also höchstens 2.100 Euro erlaubt. Eine höhere Vereinbarung ist im übersteigenden Teil unwirksam.
Kann ich die Kaution in Raten zahlen?
Ja, du darfst die Kaution in drei gleichen Monatsraten zahlen. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig, die beiden weiteren mit den nächsten zwei Monatsmieten. Der Vermieter darf die Schlüsselübergabe nicht davon abhängig machen, dass du die ganze Kaution vorab zahlst.
Wie muss der Vermieter die Kaution anlegen?
Der Vermieter muss eine Barkaution getrennt von seinem eigenen Vermögen anlegen, zum Beispiel auf einem Mietkautionskonto, und zwar zu dem für Spareinlagen üblichen Zins. Die Zinsen stehen dir als Mieter zu und erhöhen die Kaution. So ist dein Geld auch geschützt, wenn der Vermieter insolvent wird.
Wann bekomme ich meine Kaution zurück?
Deine Kaution bekommst du zurück, wenn der Vermieter nach deinem Auszug geprüft hat, ob er noch Forderungen hat, etwa für Schäden oder offene Mieten. Eine feste Frist gibt es nicht, üblich und von Gerichten anerkannt sind meist drei bis sechs Monate. Steht noch eine Nebenkostenabrechnung aus, darf er einen angemessenen Teil bis zu deren Erstellung einbehalten (BGH, Urteil vom 18.01.2006, VIII ZR 71/05). Den Rest muss er vorher auszahlen.
- Erstelle beim Auszug ein Übergabeprotokoll mit Fotos und Zählerständen.
- Gib dem Vermieter deine neue Adresse und Kontoverbindung schriftlich.
- Fordere die Kaution nach Ablauf der Prüffrist schriftlich mit Fristsetzung zurück.
Was ist eine Mietkautionsbürgschaft?
Bei einer Mietkautionsbürgschaft zahlst du die Kaution nicht selbst, sondern ein Anbieter, etwa eine Bank oder Versicherung, bürgt gegenüber dem Vermieter. Dafür zahlst du eine jährliche Gebühr, die meist einige Prozent der Kautionssumme beträgt. Das schont kurzfristig dein Erspartes, ist über die Jahre aber oft teurer als eine Barkaution. Der Vermieter muss eine Bürgschaft nur akzeptieren, wenn der Mietvertrag das zulässt.
Zahle niemals eine Kaution, bevor du die Wohnung gesehen und den Mietvertrag unterschrieben hast. Mehr dazu unter Sicherheit und Betrugsmaschen.
Häufige Fragen
Wie hoch darf die Mietkaution sein?
Höchstens drei Nettokaltmieten. Nebenkostenvorauszahlungen zählen nicht mit.
Kann ich die Kaution in Raten zahlen?
Ja, in drei gleichen Monatsraten. Die erste ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.
Wann bekomme ich meine Kaution zurück?
Nach einer angemessenen Prüffrist, meist drei bis sechs Monate nach dem Auszug. Für eine ausstehende Nebenkostenabrechnung darf ein angemessener Teil länger einbehalten werden.
Wie muss der Vermieter die Kaution anlegen?
Getrennt von seinem Vermögen und zum üblichen Sparzins. Die Zinsen gehören dem Mieter.
Was ist eine Mietkautionsbürgschaft?
Ein Anbieter bürgt gegenüber dem Vermieter für die Kaution, du zahlst dafür eine jährliche Gebühr.
Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Gesetze, Förderbedingungen und Zahlen können sich ändern.